IHK Nürnberg für Mittelfranken kürt die IHK-Zukunftshändler 2017

Im Zeitalter der Digitalisierung braucht der stationäre Handel neue Ideen: Konzepte, die Ladengeschäft und Online-Shopping auf zukunftsfähige Weise verknüpfen. Deshalb hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken 2017 zum zweiten Mal nach 2015 die Auszeichnung als „IHK-Zukunftshändler“ ausgeschrieben. In die Auswahl gelangten alle IHK-zugehörigen Unternehmen mit Hauptsitz in Mittelfranken, zu denen bis spätestens 22. November 2016 ein Kurzprofil bei der IHK als Bewerbung oder Empfehlung eingegangen war.

Eine Jury aus Mitgliedern des IHK-Ausschusses für Handel und Dienstleistung hat aus allen Bewerbungen drei Unternehmerpersönlichkeiten als „IHK-Zukunftshändler 2017“ ausgewählt. Bewertungskriterien waren die Übertragbarkeit eines geschäftlich erfolgreichen Konzepts, dessen „Multichannel-Charakter“ sowie die Kreation eines besonderen Einkaufserlebnisses (etwa durch Beratungskompetenz und persönliche Kundenorientierung, Originalität und Qualität, Service und Extraleistungen).

Gesucht wurden…

  • Händler, die Erfahrungen gemacht haben, neben dem örtlichen Ladengeschäft auch Online-Handel zu betreiben; dabei erfolgreich oder auch schon einmal gescheitert sind
  • Händler, die Strategien entwickeln, um sich im Laden mit dem Online-Wettbewerb zu messen, indem sie Einzigartiges anbieten und Einkaufserlebnisse schaffen
  • Händler, die ihre Mitarbeiter auf die neuen Herausforderungen einstellen, sie schulen, ausbilden und mit ihnen gemeinsam Strategien entwickeln, um die Kunden zu binden
  • Händler, die ihren Kunden eine Kommunikation über mehrere Kanäle ermöglichen oder moderne Techniken in die Ladengestaltung integrieren, um die Kunden zu informieren und mit dem neuen Kundeneinkaufsverhalten bewusst umgehen
  • Händler, die mit ihrer Ware zusammenhängende Dienstleistungen anbieten, um den Kunden durch Problemlösungen zu begeistern

Die IHK-Zukunftshändler 2017

Logo
Lecrio Ledermanufaktur, Roßtal
(www.lecrio.com)

Mit edlen Lederprodukten, die in traditioneller Handarbeit und fast ausschließlich auf Bestellung gefertigt werden, ist die im Jahr 2013 gegründete Lecrio Ledermanufaktur in Roßtal erfolgreich. Inhaberin Dorothea Frombach hat das Leder-Label als eine Marke der Johann Schmidt GmbH etabliert, die vor fast 40 Jahren von ihrem Großvater Johann Schmidt als Manufaktur für Lederschuhe gegründet worden war.

Bei der Vermarktung der Lecrio-Produkte setzt sie auf mehrere Säulen: das kreative Ladenkonzept „Lecrio Wohnzimmer“ in Roßtal, das einen Einkauf in entspannter Atmosphäre ermöglicht, sowie Online-Vertrieb und Social Media. Im Internet-Shop sind individuell designte Lecrio-Produkte zu finden, u. a. Taschen, Lederfliegen, Hosenträger, Accessoires und Lederschmuck. Die Jury würdigte die gelungene Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und innovativem Marketing-Konzept.

Logo Bierothek
Die Bierothek Fürth
(www.bierothek.de)

Die Bierothek mit Stammsitz in Bamberg setzt auf den Vertrieb über sieben Läden (darunter der Laden in Fürth) und über den Online-Shop. Das nach dem Franchise-Konzept aufgebaute Unternehmen versteht sich als Fachgeschäft, das sich nicht auf einheimische Biere konzentriert, sondern auf Craft-Biere und exotische Braustile aus aller Welt sowie auf Lebensmittel und Geschenke rund um das Thema Bier.

Nach Worten von Store Manager Vincent Bartl versteht sich die Bierothek Fürth in der Gustav-Schickedanz-Straße 8 als „hopfenaffine Feinkosttheke“ mit insgesamt 350 verschiedenen Bieren, die sowohl moderne als auch traditionelle Braukunst abdecken. Zudem werden regelmäßig Bierverkostungen und Bierseminare durch die Biersommeliers der Bierothek veranstaltet. Die Jury honorierte die Produktpalette sowie das kreative Marketing des Unternehmens, das die Kanäle Ladengeschäft und Online-Handel optimal verbinde.

Logo Die Nähbar
Die Nähbar, Herzogenaurach
(www.dienaehbar.de)

Die Nähbar am Kirchplatz 7 in Herzogenaurach will nach Worten von Inhaberin Heike Faber ein „etwas anderer Stoff- und Kreativladen“ sein. Er ist nicht nur ein Laden mit einer breiten Palette an Handarbeitsartikeln, sondern auch ein gemütlicher Treffpunkt und ein Ort, an dem die Kunden ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Bei Kaffee und Kuchen kann man gemeinsam handarbeiten, sich über aktuelle Trends informieren oder etwas lesen.

Heike Faber, die gelernte Damenschneiderin und Schnittdirektrice mit langjähriger Erfahrung in der Bekleidungsindustrie ist, bietet zudem regelmäßig Handarbeitskurse an und entwickelt Schnittmuster für das eigene Label „Trinchen & Klacks“ oder für andere Firmen. Zur Nähbar gehört auch ein Verkauf von Nähmaschinen und ein Reparaturservice. Die Jury prämierte neben dem Geschäftskonzept auch die gelungene Homepage und das nachhaltige Marketing über Social Media.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s