3. IHK-Stadtgespräch der IHK Nord-Westfalen: Online geht auch ohne Shop

Dass die Fußgängerzone und das Internet keine getrennten Welten sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wie der Handel vor Ort sich dem Kunden online präsentiert, war Thema beim „3. Stadtgespräch“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Frei nach dem Motto „Das Rad muss man nicht neu erfinden, es muss nur zum Laufen gebracht werden!“ wurden Projekte mit Vorbildcharakter vorgestellt, bei denen das Internet zum Vorteil des stationären Handels genutzt wurde. Neben zahlreichen Gewerbevereinen aus der Emscher-Lippe-Region waren auch Gäste aus Bochum, Hattingen, Herne und Witten unter den knapp 60 Teilnehmern des 3. IHK-Stadtgesprächs.

„Es nutzt nichts, das Internet als Gegner des stationären Einzelhandels zu verteufeln“, sagt Christian Streege von der IHK Nord Westfalen. Auch kleine Geschäfte müssten sich den Kundengewohnheiten anpassen. „Es muss gar kein Onlineshop sein“, so Streege, „aber eine professionelle Präsenz, um überhaupt weiterhin gefunden zu werden und im Blickfeld seiner Kunden zu bleiben, die muss jeder haben“.

 „Viele Kunden sind überrascht, was sie alles in Marl kaufen können“, so die Erfahrung von Olaf Magnusson, Centermanager des Marler Sterns. Magnusson stellte das sogenannte Click and Collect-Portal „Marlocher.de“ vor. „Kunden können damit online Schnäppchen von Marler Händlern und Dienstleistern reservieren, um diese binnen 24 Stunden abzuholen.“ Marc Mauer informierte über die digitale Strategie der „Bochumer Originale“, einem Verbund von Fachhandelsgeschäften, die sich gemeinsam im Internet präsentieren. Beiden Projekten ist gemein, dass sie den Anbietern vor Ort eine digitale Plattform geben. „Sie holen den Kunden dort ab, wo er nach Produkten sucht: im Internet“, resümierte Streege.

 Impulse und Orientierung für den eigenen Internetauftritt liefert der E-Commerce-Leitfaden, den die IHK als Hilfe für kleine Fachgeschäfte, aber auch Dienstleister zusammengestellt hat. „Die Leitfaden kommt gut an“, sagt Streege. Rund 750 Mal  wurde die Broschüre nachgefragt. Die IHK stellt den Ratgeber als E-Paper und zum Download im Internet zur Verfügung. Er kann zudem mit der IHK-App abgerufen werden (www.ihk-nordwestfalen.de/app).

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