IHK Nord Westfalen stellt E-Commerce-Leitfaden vor – Online hilft auch stationärem Fachhandel

Ausgerechnet mit Tipps für den Onlinehandel will die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen die Fachgeschäfte in den Innenstädten stärken. „Das klingt paradox. Tatsache ist: Wer heute nicht im Internet zu finden ist, ist für den Kunden kaum existent“, erklärte Peter Schnepper, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, bei der Vorstellung des E-Commerce-Leitfadens. Schnepper: „Ein Einzelhändler, der seine Chancen im Onlinegeschäft nicht nutzt, wird es in Zukunft sehr schwer haben.“ 

Wie stark der Druck des Onlinehandels auf den stationären Handel ist, verdeutlichte Schnepper an der Sparte Spielwarenhandel: „Der Umsatzanteil der traditionellen Fachgeschäfte ist laut Marktforschungsinstitut Eurotoys inzwischen auf unter 38 Prozent gesunken. Stärkster Konkurrent ist das Internet mit eine Quote von fast 30 Prozent.“ 2011 und 2012 mussten in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 260 Spielwarenhändler ihre Fachgeschäfte schließen, merkt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer kritisch an. 

„Warum also nicht die Stärken von stationär mit der Stärken von online miteinander koppeln“, schlägt Schnepper vor. Impulse und Orientierung dafür liefere der E-Commerce-Leitfaden, den die IHK mit Blick auf kleine Fachgeschäfte, aber auch Dienstleister zusammengestellt hat. „Wir wollen vor allem die Geschäftsleute motivieren, denen das Alltagsgeschäft bislang wenig Zeit gelassen hat, sich mit dem Weg ins World Wide Web zu beschäftigen“, so der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer. 

Wie realisiert man einen Internetauftritt? Wie installiert man einen Onlineshop? Wie umgeht man rechtliche Stolperfallen im Internet? Der Ratgeber gibt Antworten auf diese Fragen und unterstützt mit Checklisten die schrittweise Umsetzung von Online-Strategien. Anbieter, die über einen Online-Shop nachdenken, bekommen einen Überblick, welche Möglichkeiten sich bieten. Aber auch Geschäftsleute, die bereits im Internet aktiv sind, erhalten Anregungen für die Gestaltung der Internetseite sowie Tipps für den Umgang mit sozialen Medien. 

Nicht jeder Händler müsse gleich einen Online-Shop eröffnen, unterstrich Schnepper: „Aber das Internet eröffnet auch dem stationären Handel so viele Möglichkeiten, die eigene Marktposition zu stärken“, sagte er. Gute Chancen für Marketing, Vertrieb oder Kundenpflege böten zum Beispiel die sozialen Medien, deren Bedeutung stetig wachse. 

Auch wenn sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher durch das Internet wandelt: Ein funktionierender und gesunder stationärer Fachhandel bleibe das Fundament attraktiver Innenstädte, schlug Schnepper den Bogen vom E-Commerce-Ratgeber zu Standortförderung und Stadtmarketing. „Wer lebenswerte Zentren erhalten will, muss den innenstädtischen Handel stärken.“ 

Die IHK hat den Ratgeber nicht auf Papier gedruckt, sondern stellt ihn als E-Paper und zum Download im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung. Er kann zudem mit der IHK-App abgerufen werden. Schnepper: „Wer E-Commerce bewirbt, sollte sich der neuen Techniken auch bedienen.“ 

Ansprechpartnerin: 

Silvia Voss, Telefon 0209 388-213, E-Mail voss@ihk-nordwestfalen.de

Links zu dieser Meldung:

Leitfaden in der IHK-App auch offline lesen

Leitfaden als E-Paper

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