Neues Einzelhandelsleitbild der IHK Trier: Vorfahrt für die Innenstädte!

Mit einem neuen Einzelhandelsleitbild reagiert die IHK Trier mit ihrem Ausschuss für Handel und Standortmarketing auf die Herausforderungen, denen der Handel derzeit gegenübersteht. Die Broschüre fasst die zentralen Forderungen der Branche in der Region zusammen und dient als Grundlage für die Positionierung der IHK Trier in der Handelspolitik.

„Mit etwa 13 500 Beschäftigten und fast drei Milliarden Euro Jahresumsatz ist der Einzelhandel ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Region“, sagt IHK-Handelsreferentin Stephanie Illg-Kollmann. Gerade der rasant wachsende Onlinehandel bereite den stationären Betrieben Sorgen und mache neue Strategien erforderlich. Auch die Kommunen sollten daher ihren Teil dazu beitragen, dass die Innenstädte belebt bleiben, für die der Einzelhandel ein zentraler Frequenzbringer sei. „Insbesondere in einer ländlich strukturierten Region wie der unseren müssen die Kunden die Betriebe gut erreichen können“, sagt Georg Stephanus, Ausschussvorsitzender, IHK-Vollversammlungsmitglied und selbst Geschäftsführer einer Trierer Buchhandlung. So seien unter anderem intelligente Verkehrsführungen, zentrumsnahe Parkplätze und ein transparentes Baustellen-Management wichtig.

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Es sei nicht das Ziel, den innerstädtischen Handel vor Wettbewerb zu schützen, sondern zugkräftige Geschäfte im Zentrum zu halten. „Cityrelevante Sortimente, zum Beispiel Bekleidung, Bücher und Spielwaren, sollten nicht auf der grünen Wiese angeboten werden, sonst riskieren wir Leerstände und im Extremfall die Verödung der Innenstädte“, sagt Karin Kaltenkirchen, IHK-Vizepräsidentin und Geschäftsführerin des Modehauses Marx. Die IHK appelliert daher an Städte und Gemeinden, Einzelhandelskonzepte aufzustellen und aktuell zu halten, um Ansiedlungen strategisch lenken zu können. Außerdem solle der Austausch von Mittel- und Oberzentren über neuen großflächigen Handel gestärkt werden, um diesen taktisch klug zu planen.

Zu den weiteren Forderungen gehören unter anderem ein forciertes Stadtmarketing sowie Business Improvement Districts, um Geschäftsviertel attraktiver zu gestalten, die Ermöglichung eines verkaufsoffenen Adventssonntags im Dezember und gute unternehmerische Rahmenbedingungen, um die verbliebene Einzelhandelsnahversorgung im ländlichen Raum zu erhalten. Außerdem beinhaltet das Leitbild regionale Daten zur Branche.

Download des Einzelhandelsleitbilds

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