Nahversorgung im Odenwaldkreis: Studie der IHK Darmstadt

Die IHK-Studie zur Nahversorgung im Odenwaldkreis zeigt, welche Gemeinden und Ortsteile schlecht versorgt sind.

Im Odenwaldkreis sind vor allem die gut versorgt, die einen Führerschein und ein Auto haben. Denn in vielen kleinen Orten gibt es bereits heute keine Geschäfte mehr. Das bestätigt die Studie „Nahversorgung im Odenwaldkreis – zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ der Industrie- und Handelskammer Darmstadt.  Erstellt wurde diese Bestandsaufnahme der Lebensmittelgeschäfte im Odenwaldkreis vom Beratungsunternehmen GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH aus Ludwigsburg.

 „Der Odenwaldkreis ist vom demografischen Wandel und strukturellen Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel besonders betroffen“, sagte Maren Frangen, Teamleiterin Standortentwicklung bei der IHK Darmstadt. Die Studie zeige: Während Bäcker und Metzger noch in fast allen Kommunen vorhanden seien, finde man in vier der fünfzehn Kommunen weder Supermarkt noch Discounter. Dies sei zum einen auf die geringe Einwohnerzahl der betroffenen Kommunen zurückzuführen. Zum anderen seien sie schlecht erreichbar und konkurrierten mit den umliegenden Kommunen um ihre Kunden. „Schon heute gibt es in 40 Prozent der Ortsteile kein dauerhaftes Angebot an Lebensmitteln, weder Supermarkt noch Bäcker oder Metzger. Das betrifft immerhin 13 Prozent der Bürger im Odenwaldkreis“, fasste Gabriele Ostertag, Projektleiterin der GMA die Ergebnisse zusammen.

 „Die Nahversorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist ein unverzichtbares Stück Lebensqualität für die Menschen im ländlichen Raum“, sagte Frangen von der IHK Darmstadt. Dies sei auch ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden im Odenwaldkreis. Neben der Förderung der Kommunen als attraktive Standorte für Unternehmen, unterstützt die IHK Darmstadt ihre Kommunen auch dabei, sich als attraktive Wohnorte zu entwickeln und vermarkten. „Der Titel der Studie ‚Nahversorgung zwischen Wunsch und Wirklichkeit‘ verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem sich die Kommunalpolitik häufig wiederfindet“, sagte Frangen. Die Wunschvorstellungen der Politik und Bewohner, jeden Ortsteil mit einem eigenen Lebensmittelgeschäft zu versorgen, seien häufig nicht realisierbar.

Mehr Infos und Download der Studie unter: http://goo.gl/tBfDXx

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