Strategiepapier der IHK Mittlerer Niederrhein: Einkaufsregion Niederrhein – Handeln für lebendige Städte

Der Einzelhandelsausschuss der IHK Mittlerer Niederrhein hat das Strategiepapier „Einkaufsregion Niederrhein – Handeln für lebendige Städte“ mit zehn Forderungen für den Einzelhandel und die Stadtzentren erarbeitet. Die Vollversammlung der IHK Mittlerer Niederrhein hat das Strategiepapier einstimmig beschlossen. Auf der Grundlage des Strategiepapiers und der darin beschlossenen zehn Forderungen für die Innenstadt und den Einzelhandel agiert die IHK gegenüber der kommunalen Politik und Verwaltung und richtet ihre Aufgabenschwerpunkte der Interessenvertretung darauf aus.

Das Strategiepapier umfasst die folgenden zehn Forderungen der IHK Mittlerer Niederrhein:

1. Zentrale Lagen festlegen und sichern

Die Kommunen werden aufgefordert und darin unterstützt, Handels- und Zentrenkonzepte zu entwickeln und diese bauplanungsrechtlich zu sichern und umzusetzen.

2. Innenstadtrelevante Waren in die City
Zentrenrelevante Sortimente gehören in die Innenstädte. Sortimentslisten sind deshalb ein wichtiger Baustein, um in der verbindlichen Bauleitplanung die Entwicklung des Einzelhandels effektiv steuern zu können.

3. Einkaufszentren in die Stadtmitte
Einkaufszentren sollen nur in städtebaulich geeigneten Lagen, mit geeigneter Größe und geeigneter Einbindung in den Ortszentren entstehen.

4. Nutzungsvielfalt bewahren
Innenstädte leben von ihrer Vielfalt. Einzelhandel, Dienstleister, Restaurants, Kneipen und Bistros, Kultur und Entertainment, Rathäuser, Ärzte, Post oder Arbeitsagenturen ziehen Kunden an und gehören in die Zentren!

5. Innenstädte müssen erreichbar bleiben
Die Innenstadt muss sowohl mit PKW, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und für den übrigen Individualverkehr erreichbar sein und es muss ausreichender Parkraum in Nähe der Geschäfte zur Verfügung stehen. Umweltzonen, Lärmschutzvorgaben und Parkgebühren dürfen die Kunden nicht von den Innenstädten fernhalten.

6. Private Initiativen unterstützen
Die IHK unterstützt Vorhaben, Eigentümer für die Quartiersentwicklung in privater Initiative zu gewinnen.

7. Starkes Stadtmarketing
Das kommunale Stadt- und Citymarketing muss ausgebaut und professionalisiert werden.

8. Profil schärfen durch Gestaltung, Sauberkeit und Sicherheit
Die Städte am Mittleren Niederrhein müssen ihr unverwechselbares Profil pflegen und weiterentwickeln.

9. Regionales Einzelhandelskonzept entwickeln
Die regionalen Zusammenhänge bei der Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel sind stärker zu beachten.

10. Gestaltungsspielraum für den Handel erhalten
Die IHK setzt sich in Rechtsetzungsverfahren dafür ein, dass der stationäre Handel weitmöglichsten Gestaltungsspielraum wie zum Beispiel bei der Festlegung von Öffnungszeiten und von Sonderwerbeveranstaltungen hat, um unbürokratisch und flexibel im Markt agieren zu können und im Wettbewerb mit dem Onlinehandel keine Nachteile zu erleiden.

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