BID-Award 2011 verliehen: IHK-Organisation zeichnet Saarbrücken-Burbach aus

Innenstädte und Stadtteilzentren stehen vor ernormen Herausforderungen: Sie müssen innovative Ideen entwickeln, um für eine immer älter und bunter werdende Gesellschaft ein attraktiver Marktplatz zu bleiben. Dies gilt gerade in den vom industriellen Strukturwandel besonders betroffenen Städten und Gemeinden.

Eine sehr überzeugende Antwort hat die Stadtentwicklungsinitiative in Saarbrücken-Burbach gefunden. „Daher geht der BID-Award, den die IHK-Organisation zum dritten Mal verleiht, in diesem Jahr auch zu Recht ins Saarland“, freut sich DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Mit der Auszeichnung, die im Rahmen des 3. BID-Kongresses verliehen wurde, werde die vorbildliche Kooperation zwischen gewerblicher Wirtschaft und dem Stadtteil Burbach gewürdigt.

Der Stadt allein fehlt – wie den meisten Kommunen – seit Jahren Geld, um sich dauerhaft in den Stadtteilzentren zu engagieren. Deshalb haben die lokalen Unternehmer und Eigentümer die Initiative ergriffen und werten ihren Stadtteil auf der Basis einer BID-Initiative in den nächsten Jahren weiter auf.

Als besonders gelungen bewertet die Jury die aktive Kooperation innerhalb des Burbacher BIDs sowie die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. So konnten beim „Orientalischen Markt 2011“ im Juni Menschen aus 100 Nationen in das Marktgeschehen einbezogen werden; rund 70 Händler präsentierten Waren, Speisen und Getränke aus allen Teilen des Orients. Bei der Organisation des Marktes war auch das Zusammenwirken von Stadt und Land vorbildlich.

BID steht für Business Improvement District – dahinter verbirgt sich ein Stadtentwicklungsmodell aus Nordamerika, für das es jetzt auch in Deutschland landesgesetzliche Grundlagen gibt: in Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und dem Saarland. Dadurch wird ermöglicht, dass lokale Unternehmensinitiativen ihre Geschäftsstraße oder ihren Stadtplatz durch neue Bänke, Straßenlaternen oder zusätzliche Reinigungsangebote nachhaltig aufwerten.

Ihr Ziel: zentrale Standorte für die Nahversorgung attraktiver zu machen, um im Wettbewerb mit den Einkaufszentren auf der grünen Wiese bestehen zu können. Die Unternehmen schließen sich beispielsweise in einem Stadtteil oder einer Einkaufszone für üblicherweise drei bis fünf Jahre zusammen und verpflichten sich, gemeinsam die Aufwertungsmaßnahmen für den Standort zu finanzieren.

Die BID-Erfahrungen zeigen: Höhere Besucherfrequenzen sorgen für steigende Geschäftsumsätze und Immobilienwerte. Derzeit laufen 18 BID-Projekte auf landesgesetzlicher Grundlage und zahlreiche weitere Modellprojekte in nahezu allen Bundesländern. Die einzelnen IHKs befördern als Vertreter der regionalen Wirtschaft die BID-Diskussion vor Ort.

Mehr Infos über das Stadtentwicklungsinstrument BID.

 

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